Siegerprojekt des «Flâneur d’Or 2026»: sicher, einladend und beispielhaft
Die Gestaltung der Arthur-Villard-Promenade im Bieler Quartier Mett wurde mit dem Hauptpreis des Wettbewerbs «Flâneur d’Or 2026» ausgezeichnet. Dieser vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) unterstützte Preis wird alle drei Jahre an vorbildliche Infrastrukturprojekte für einen sicheren und attraktiven Fussverkehr verliehen.
Mit dem Bau der Arthur-Villard-Promenade im Wohnquartier Mett der Stadt Biel (BE) hat sich eine bisher unwirtliche Fläche in einen attraktiven Raum verwandelt. Für Fussgängerinnen, Velofahrer und vor allem Schulkinder entstanden so kürzere und sicherere Wege durch ein einladend gestaltetes Areal, das als Vorbild für weitere Projekte dienen kann. Aufgrund dieser Eigenschaften hat die Jury des «Flâneur d’Or 2026» das Projekt zum Sieger des diesjährigen Wettbewerbs gekürt.
Die übrigen Projekte, die eine Auszeichnung oder eine lobende Erwähnung erhalten haben, überzeugten durch ihre innovative Raumnutzung, durch die Entsiegelung von Flächen sowie durch die Partizipation der Anwohnerinnen und Anwohner. Insgesamt zwölf Projekte aus allen Landesteilen – von Genf über Fiesch (VS), Münchenstein (BL) und Minusio (TI) bis St. Gallen – wurden von der Jury ausgezeichnet. Mit dem «Flâneur d’Or» sollen gute Praktiken in den Fokus gerückt werden, die als Beispiele für weitere Vorhaben in der ganzen Schweiz dienen können.

«Die Vielfalt der heute ausgezeichneten Projekte zeigt: Gute Lösungen haben sowohl in Stadtzentren als auch in Wohnquartieren oder Dörfern ihren Platz. Diese Projekte tragen konkret zu einer sicheren Mobilität und zu einem guten Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsarten bei», betonte ASTRA-Direktor Jürg Röthlisberger anlässlich der Preisverleihung am 18. September 2026. Tatsächlich ist das Gehen die natürlichste Art der Fortbewegung, und fast jeder Weg beginnt oder endet mit einer Strecke, die zu Fuss zurückgelegt wird. Ein gutes Fussverkehrsnetz ist deshalb nicht nur wünschenswert, sondern für den alltäglichen Verkehr unverzichtbar.
Vom ASTRA unterstützter Wettbewerb
Der Wettbewerb «Flâneur d’Or» wird seit 1987 alle drei Jahre vom Verein Fussverkehr Schweiz in Zusammenarbeit mit dem ASTRA und weiteren Partnern durchgeführt. In der Jury, der zehn Sachverständige aus Bundes- und Kantonsbehörden, Hochschul- und Raumentwicklungskreisen sowie Verkehrsverbänden angehören, sind alle Sprachregionen der Schweiz vertreten.
Anita Schnyder, Fachspezialistin Fussverkehr und Wandern, vertritt das ASTRA in der Jury. Sie nennt drei Aspekte, die für die Qualität eines Fussverkehrsnetzes entscheidend sind: direkte Wege, gut konzipierte Querungen und eine bauliche Gestaltung, die Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzungsformen begrenzt. «Das ASTRA unterstützt die Kantone und Gemeinden mit technischem Fachwissen und praxistauglichen Hilfsmitteln», erklärt sie. Die mit dem «Flâneur d’Or» ausgezeichneten Projekte verdeutlichen die grosse Vielfalt an Lösungen und dienen als Vorbilder für andere Realisierungen.
👉 Erfahren Sie mehr zum Thema Fussverkehr auf der Internetseite des ASTRA.


















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