Autobahn A2 Lamone – Gentilino: Recycling auf der Baustelle
Auf dem sechs Kilometer langen Autobahnabschnitt der A2 zwischen Lamone und Gentilino entsteht eine neue, nachhaltige Infrastruktur – gebaut aus recycelten Baustoffen der alten Strecke.
Dazu gehören Beton, verschiedene Asphaltarten und mineralische Bauabfälle (Inertstoffe). Die Lösung überzeugt ökologisch wie logistisch. Was bedeutet das konkret? Auf der Grossbaustelle werden rund 750 000 Tonnen Material (oder 325 000 m³) direkt vor Ort wiederaufbereitet. Mit dieser Menge könnten 130 Schwimmbecken gefüllt werden! Das reduziert die Zahl der Lastwagenfahrten drastisch, entlastet zugleich den Strassenverkehr und ist gut für die Luftqualität.
70 Prozent des Belags werden recycelt
Auf der Baustelle wird eine Betonmischanlage betrieben: 120 000 Tonnen Material werden so umweltgerecht bereitgestellt – das entspricht 50 000 Kubikmetern und spart 5000 Lastwagenfahrten. Beim Asphalt sieht es ähnlich aus: 70 Prozent des Belags werden recycelt, was weitere 6000 Fahrten überflüssig macht. Schliesslich wird auch das Abbruchmaterial genutzt: Rund 205 000 Tonnen (93 000 Kubikmeter) Inertstoffe dienen zum Auffüllen des Unterbaus und werden für Aufschüttungen verwendet. Hinzu kommen 55 000 Kubikmeter aus der Sanierung des Flusses Vedeggio.
Auch die Biodiversität kommt nicht zu kurz: Bei den Rastplätzen von Muzzano entsteht eine Wildtierpassage für kleinere und mittelgrosse Tiere. Zudem werden Massnahmen gegen invasive Pflanzen (Neophyten) ergriffen, insbesondere gegen den Japanischen Staudenknöterich, der selbst in kleinste Ritzen von Asphalt und Beton eindringt und heimische Arten gefährdet.











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