Ambitioniert Richtung Netto-Null
Das ASTRA unterstützt die Energiestrategie 2050 des Bundes und reduziert durch gezielte Massnahmen und innovative Lösungen die Treibhausgasemissionen bei Fahrzeugen, Gebäuden sowie beim Bau, Betrieb und Unterhalt der Strassen.
Bau: von sorgfältiger Planung über regelmässigen Unterhalt bis hin zur Wiederverwertung von Materialien
Beim Bau setzt das ASTRA auf nachhaltige Materialien. Gleichzeitig verlängert es durch sorgfältige Planung, regelmässige Unterhaltsarbeiten und Hauptinspektionen im Fünfjahresrhythmus die Lebensdauer der Bauwerke, sodass allfällige Schäden frühzeitig behoben und Ersatzneubauten möglichst vermieden werden. Dies spart deutlich Energie, Ressourcen und CO₂ ein. Beim Rückbau setzt das ASTRA zudem auf die Wiederverwertung von Beton, Asphalt und Stahl, wodurch der Bedarf an neuen Baustoffen sowie transportbedingte Emissionen reduziert werden, insbesondere indem die Baustoffe möglichst vor Ort wiederverwertet werden.
Betrieb: LED-Beleuchtung, Photovoltaikanlagen und ein ausgebautes Netz an Schnellladestationen
Das ASTRA reduziert stetig seinen Stromverbrauch dank optimierter Beleuchtung in den Tunneln. Heute sind rund drei Viertel der Tunnel mit LED ausgestattet – bis 2030 sollen es alle sein.
Mit Photovoltaikanlagen auf den Betriebsgebäuden und Tunnelzentralen oder entlang der Autobahnen plant das ASTRA bis 2035 mindestens 47 GWh Strom pro Jahr für den Eigenbedarf (bspw. für die Tunnelbeleuchtung) zu produzieren. Flächen entlang der Autobahnen, die das ASTRA nicht selbst benutzt, stellt es Dritten kostenlos für die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen zur Verfügung. So kann das gesamte Potenzial verfügbarer Flächen für die Stromerzeugung ausgeschöpft werden.
Auch bei der Ladeinfrastruktur treibt das ASTRA die Dekarbonisierung voran: Ende 2025 waren mehr als die Hälfte der Rastplätze entlang der Autobahnen mit einer Schnellladestation für Autos ausgerüstet. Bis 2030 sollen an 100 Rastplätzen Ladestationen in Betrieb sein.
Damit die Dekarbonisierung des Verkehrs vollständig gelingt, braucht es auch ein dichtes Netz an Schnellladestationen für den Schwerverkehr. Deshalb hat das ASTRA im Januar 2026 einen Projektaufruf lanciert, um entlang der Autobahnen eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufzubauen.
Unterhalt: dekarbonisierte Fahrzeugflotte und sanierte Werkhöfe
Bis 2040 sollen alle Fahrzeuge für Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen schrittweise elektrisch betrieben werden. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend ausgebaute Ladeinfrastruktur auf den Werkhöfen.
Nebst den Lademöglichkeiten plant das ASTRA bis 2030 in allen Werkhöfen die fossilen Heizungen zu ersetzen. Ein Beispiel ist der Werkhof Wallisellen, wo bis 2028 ein Neubau des Werkhofs entsteht. Der Energiestrategie des Bundes entsprechend haben Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sowohl bei der Wahl der Baumaterialien als auch bei der Ausrüstung einen hohen Stellenwert. Photovoltaik, Wärmepumpe, Regenwassernutzung und E-Ladestationen sorgen für einen CO2-optimierten Betrieb.
Die Massnahmen sind vielfältig, der eingeschlagene Weg ist klar, die Ziele bleiben ambitioniert.
Weitere Informationen zu den Dekarbonisierungsmassnahmen beim ASTRA: Energie und Klima.








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