Die Vignette: mehr als eine Autobahngebühr
Bild E-Vignette und Klebevignette – Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG
Wer die Schweizer Autobahnen und Autostrassen nutzt, benötigt eine Vignette. Die daraus erzielten Einnahmen fliessen in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) ein. Damit leistet die Vignette einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Finanzierung der Schweizer Verkehrsinfrastruktur.
Seit vier Jahrzehnten ist die Vignette Voraussetzung für die Nutzung der Schweizer Nationalstrassen. Die Vignette – auch Nationalstrassenabgabe genannt – gibt es seit 1985, nachdem die Stimmbevölkerung 1984 einer entsprechenden Gebühr zugestimmt hatte. Die Schweiz war damit das erste Land in Europa, welches das System einer Vignette für die Nutzung der Nationalstrassen einführte. Etwa 1’870 Kilometer des rund 2’260 Kilometer langen Nationalstrassennetzes sind vignettenpflichtig. Doch die Vignette ist weit mehr als eine reine Nutzungsberechtigung.
Der Finanzfluss hinter der Vignette
Die Vignette ist ein zentraler Baustein des im Jahr 2018 eingeführten Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF). Die Einnahmen aus der Vignette fliessen zu 100 Prozent in den NAF, zusammen mit Beiträgen aus der Mineralöl- und Automobilsteuer sowie dem Mineralölsteuerzuschlag. Im Jahr 2024 betrugen die Gesamteinnahmen des NAF 2,65 Milliarden Franken, wobei die Vignette etwa 15 Prozent dieser Einnahmen ausmachte.
Der NAF ist das Herzstück der Finanzierung unserer Nationalstrassen, die vollständig nutzerfinanziert sind. Über ihn werden Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur sichergestellt. Die höchsten Ausgaben fallen dabei auf den Unterhalt und Betrieb, mit rund 1,7 Milliarden Franken. Diese Ausgaben widerspiegeln die Wichtigkeit, die das ASTRA der langfristigen Verfügbarkeit und Sicherheit seiner immer stärker genutzten Strassen beimisst. Darüber hinaus unterstützt der Bund über den NAF Verkehrsprojekte in den Agglomerationen. Ziel: die verschiedenen Verkehrsträger (Strassen, Velo- und Fusswege sowie Bus- und Bahnverkehr) sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Der Finanzfluss des NAF
Der NAF macht die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur transparent, planbar und nachhaltig. Jährlich entscheidet das Parlament, wie viel Geld aus dem Fonds entnommen wird. Werden die Mittel nicht vollständig ausgeschöpft, bleiben sie im Fonds und stehen für zukünftige Projekte bereit.
Kurz gesagt: Die Vignette trägt dazu bei, dass unsere Nationalstrassen sicher, leistungsfähig und zukunftsfähig bleiben.







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