Besserer Verkehrsfluss am Gotthard dank definitiver Inbetriebnahme der Sonderspur
Nach einer provisorischen Betriebsphase ist die Sonderspur, die am Stau vorbei nach Airolo und zur Gotthard-Passstrasse führt, nun seit Kurzem definitiv in Betrieb. Wir erklären, wie sie funktioniert.
Der Verkehr am Gotthard zählt seit Jahren zu den grössten verkehrspolitischen Herausforderungen in der Schweiz. Vor allem zu Ferienzeiten und an Sommerwochenenden bilden sich oft kilometerlange Staus. Um die Situation zu entschärfen, hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) im Sommer 2022 das Projekt «Sonderspur Airolo/Pässe» (CUPRA) lanciert. Dies mit dem Ziel, die Verkehrsführung auf einem rund acht Kilometer langen Abschnitt der Autobahn A2 zwischen den Ausfahrten Quinto und Airolo zu verbessern. Zunächst wurde die Sonderspur provisorisch eingerichtet, seit Mitte Mai 2026 steht sie nun als festes Element des Verkehrsmanagements zur Verfügung.
Wie funktioniert die Sonderspur?
Der Fokus des Projekts ist klar: Der Verkehr Richtung Norden soll nicht auf die Kantonsstrasse und in die Ortschaften ausweichen, da dies zu Unannehmlichkeiten, Verkehrsbehinderungen und Sicherheitsproblemen sowohl für die Bevölkerung als auch für Touristinnen und Touristen führt.
Deshalb hat das ASTRA eine Lösung entwickelt, welche die Verkehrsteilnehmenden dazu anregen soll, auf der Autobahn zu bleiben. Dafür wird der Pannenstreifen bei Bedarf in eine dritte Spur umgewandelt, die den Reisenden nach Airolo oder Richtung Gotthard-Passstrasse vorbehalten ist.
Wenn sich Richtung Tunnel langsam Stau bildet, wird der Pannenstreifen also vorübergehend für den Verkehr geöffnet. So können Autofahrerinnen und Autofahrer auf dem Weg nach Airolo oder zu den Alpenpässen an der Kolonne vorbeifahren und gelangen schneller ans Ziel.
In Echtzeit vom Pannenstreifen zur Sonderspur
Seit Mai wird die Sonderspur dank einer neuen dynamischen Signalisierung flexibel durch die Verkehrsmanagementzentrale in Emmenbrücke gesteuert. Ob sie freigegeben wird, richtet sich nach der aktuellen Verkehrslage. Möglich ist die Aktivierung nur an den Tagen, an denen die Gotthard-Passstrasse befahrbar ist. Bei normalem Verkehrsaufkommen behält der Pannenstreifen seine übliche Funktion. Sobald Stau entsteht, wird er ab dem Anschluss Quinto zu einer zusätzlichen Fahrspur. Dort sind Sicherheitsabstand und Tempolimits stets einzuhalten. Ausserdem muss man wissen, dass ein Wechsel von der Sonderspur zurück auf die Autobahn nicht möglich ist. Die CUPRA ist eine der Massnahmen des ASTRA, mit denen es den Verkehrsfluss optimieren und die vorhandenen Flächen möglichst effizient nutzen will.
Dieses Video zeigt, wie die Sonderspur genutzt werden kann:
Gute Fahrt!







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