CDE-Bund: Gemeinsame Plattform, gemeinsam bauen
Seit dem Go-Live am 15. Juli ist die CDE-Bund im Einsatz. Die von drei Bundesämtern ins Leben gerufene Plattform dient der einfacheren Zusammenarbeit bei der Verwaltung von Bauwerken. Das Zwischenfazit zeigt: Der Nutzen für die drei Bauherrinnen des Bundes armasuisse, ASTRA und BBL ist gross.
Ob der Bau einer Nationalstrasse, die Sanierung einer Kaserne oder die Modernisierung einer Sport- oder Kulturanlage: Hinter jedem Bauprojekt des Bundes stecken unzählige Pläne, Modelle, Verträge und Dokumente. Jedes Jahr vergibt der Bund über 1’500 Bauprojekte von kleineren Unterhaltsarbeiten bis hin zu Grossvorhaben wie dem Bau der zweiten Gotthardröhre. Damit alle Beteiligten jederzeit auf dieselben, aktuellen Informationen zugreifen können, braucht es mehr als gut organisierte Ordnerstrukturen: Es braucht eine gemeinsame Datenbasis.
Genau dafür haben das Bundesamt für Strassen (ASTRA), das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) sowie das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) ihre Kräfte gebündelt. Gemeinsam haben die drei grössten Bauherrinnen des Bundes die CDE-Bund beschafft. CDE steht für Common Data Environment, also eine gemeinsame Datenumgebung, auf der sämtliche Informationen eines Bauprojekts sicher, strukturiert und einheitlich verwaltet werden können. Seit dem Go-Live am 15. Juli 2026 steht die CDE-Bund nun für neue Bauprojekte des Bundes zur Verfügung.
Die Einführung der CDE-Bund geht auf einen Bundesratsbeschluss aus dem Jahr 2019 zurück. Damals wurde entschieden, digitale Methoden für das Planen, Bauen und Bewirtschaften von Bauwerken des Bundes zu evaluieren und gezielt zu fördern. Die CDE-Bund ist eine der zentralen Massnahmen, die aus diesem Auftrag hervorgegangen sind. Die Plattform bringt alle Projektbeteiligten auf denselben Informationsstand – unabhängig davon, ob sie innerhalb der Bundesverwaltung oder bei einem externen Planungs- oder Bauunternehmen arbeiten. Pläne, Modelle und Dokumente lassen sich zentral speichern, austauschen, kommentieren und nachvollziehen. Das spart Zeit, reduziert Doppelspurigkeit und vereinfacht die Zusammenarbeit erheblich. Gleichzeitig ist die CDE ein wesentliches Werkzeug für die Anwendung der BIM-Methodik (Building Information Modelling), mit der Bauwerke über ihren gesamten Lebenszyklus digital geplant, gebaut und bewirtschaftet werden können. Ohne eine gut organisierte CDE lassen sich die Vorteile der BIM-Methode – insbesondere eine verlässliche Zusammenarbeit und ein einheitliches Informationsmanagement – nur eingeschränkt erreichen.
Bereits wenige Wochen nach dem Go-Live sind erste Projekte erfolgreich auf der CDE-Bund gestartet. Die Rückmeldungen aus dem Pilotbetrieb fliessen laufend in die Weiterentwicklung ein. Zeit für ein erstes Zwischenfazit der drei Bauherrinnen.
ASTRA: Den Überblick behalten
Beim ASTRA laufen gleichzeitig Hunderte von Projekten auf dem Nationalstrassennetz. Umso wichtiger ist es, dass Projektinformationen schnell gefunden werden und jederzeit aktuell sind. Die CDE-Bund schafft genau diese Transparenz und erleichtert den Informationsaustausch innerhalb der Projektteams im ASTRA als auch mit externen Bau- und Planungsfirmen. Für Guido Biaggio, Vize-Direktor und Abteilungschef Strasseninfrastruktur Ost des ASTRA ist die CDE-Bund ein zentraler Meilenstein im Digitalisierungsprozess der Projekte für die Nationalstrassen.

«Wir konnten bereits 15 Projekte aus der ganzen Schweiz und allen Infrastrukturfilialen des ASTRA in unsere CDE-Bund-Instanz einbinden. Die ersten Rückmeldungen seit der Inbetriebnahme sind positiv. Ich bin überzeugt, dass die CDE-Bund dafür sorgen wird, dass Projektteams weniger Zeit mit der Suche nach Dokumenten verbringen und sich stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: den Bau und Unterhalt einer sicheren und leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur».
Guido Biaggio, Vize-Direktor und Abteilungschef Strasseninfrastruktur Ost, ASTRA
BBL: Übergreifend vernetzt
Das BBL betreut für die zivile Bundesverwaltung rund 2’700 Objekte im In- und Ausland, von Verwaltungsgebäuden und Forschungsanlagen bis hin zu Schweizer Botschaften. Diese Vielfalt erfordert eine enge Zusammenarbeit in Projekten und im Betrieb. Die CDE-Bund schafft dafür eine gemeinsame und sichere Datenbasis und erleichtert die Zusammenarbeit über Organisations- und Landesgrenzen hinweg. Für Martin Frösch, Leiter und stellvertretender Direktor des BBL, liegt darin ein zentraler Mehrwert der Plattform:
«Die CDE-Bund schafft eine zentrale und verlässliche Infrastruktur, die es ermöglicht, über Organisations- und Landesgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und Informationen auszutauschen. Bereits im Pilotbetrieb konnten wir frühzeitig Erfahrungen sammeln und diese gezielt für die Einführung der CDE-Bund nutzen. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten auf derselben Datenbasis macht die Kollaboration über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg einfacher, sicherer und effizienter.»
Martin Frösch, Leiter Bauten und stellvertretender Direktor des BBL

Informationen verbinden, Zusammenarbeit ermöglichen: Die CDE-Bund vernetzt alle Akteure auf einer gemeinsamen Plattform und verwandelt Daten in einen echten Mehrwert für Planung, Bau und Bewirtschaftung.
armasuisse: Daten, die über den Bau hinauswirken
Bei armasuisse Immobilien laufen jedes Jahr rund 1’000 Neu-, Umbau-, Erneuerungs- und Instandsetzungsprojekte. Dabei endet ein Bauprojekt nicht mit der Fertigstellung eines Gebäudes oder einer Anlage. Die Informationen müssen auch für den Betrieb, Unterhalt und spätere Anpassungen nutzbar bleiben. Genau hier setzt die CDE-Bund an: Sie erlaubt eine kontrollierte Übergabe der Daten eines Bauwerkes vom Bauprojekt in Betrieb und Portfoliomanagement und schafft so eine verlässliche Grundlage für ein modernes digitales Immobilienmanagement.

«Für armasuisse ist die CDE-Bund ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem durchgängigen digitalen Informationsmanagement. Entscheidend ist, dass Informationen aus Bauprojekten langfristig erhalten bleiben und strukturiert, sicher sowie in der erforderlichen Qualität für Betrieb, Unterhalt und Portfoliomanagement weiterverwendet werden können. Mit der CDE-Bund schaffen wir eine verlässliche Grundlage dafür und erleichtern gleichzeitig die Zusammenarbeit mit unseren internen und externen Partnern über den gesamten Lebenszyklus unserer Immobilien.»
Marcel Adam, Leiter Bereich Portfolio- und Umweltmanagement
Die Einführung der CDE-Bund ist erst der Anfang. Mit jedem neuen Projekt sammeln die drei Bundesämter Erfahrungen, entwickeln die Plattform weiter und schaffen gemeinsam die Grundlage für eine noch einfachere Zusammenarbeit in Bundesbauprojekten.
Weitere Informationen finden Sie hier: www.cde-bund.admin.ch.



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